“Feedback ist das Frühstück der Champions”

– und mit diesem Zitat, Original aus dem englischen, von Ken Blanchard, möchte ich in den heutigen Blogpost starten, denn Blanchard fasst in dieser Aussage genau zusammen, was Feedback eigentlich ist. Es ist nämlich immer ein Start, wie eben das Frühstück ein Start in den Tag ist, so ist Feedback der Start einer Verbesserung. Wie sie richtiges Feedback geben können, damit ihre Mitarbeiter/innen wachsen, möchte ich ihnen hier in einem Beispiel zeigen.

Ein gutes Beispiel für die Wirkung, die Feedback auf Menschen hat, durfte ich direkt miterleben: Ich spiele American Football, ein Sport, bei dem gute Führung durch den Trainer von essentieller Wichtigkeit ist. In der letzten Saison hatte unser Team die beste Defensive der Liga, was auch zum Aufstieg führte. Begründen lässt sich dies zu einem sehr großen Teil auf gutem Coaching. Es war unser Coach Thomas, der das oben Gesagte perfekt beherrschte – gutes Feedback geben. Ein Spieler unserer Defensive fing in einem Spiel eine Interception, das ist in etwa vergleichbar mit einem Elfmeter. Das Team, was die Interception gefangen hat, hat einmal mehr die Chance Punkte zu machen, etwas sehr gutes. Der einzige Kommentar von Thomas an den Spieler war nur “Du hast dich Outside schlagen lassen, würden die Anderen ihr Spiel beherrschen, hättest du den Ball nicht gefangen”. Sie müssen jetzt nicht verstehen was das genau bedeutet, denn es geht um das, was getan wurde. Es wurde direkt Feedback gegeben. Eine simple und präzise Anmerkung zum Spielzug, obwohl alle anderen Coaches dem Spieler gratulierten. Thomas ließ sich keineswegs vom Erfolg des Spielers blenden, er erkannte den Fehler, und sprach ihn an. Genau das ist gutes Coaching, da der Spieler sich direkt verbessern konnte. Er ließ sich nie wieder merklich Outside schlagen in der Saison.

Genau diese Art des direkten Feedbacks ist sehr fördernd. Wenn wir unseren Mitarbeitern immer wieder sagen “Das hast du toll gemacht”, oder auch garnichts zu ihrer Arbeit sagen, dann machen sie im schlimmsten Fall genauso weiter wie bisher.
Man muss also darauf achten, Feedback zu geben, in den Momenten, in denen ihre Mitarbeiter daran wachsen können. Und das nicht nur wenn die Situation gerade den Anschein macht, das Feedback angebracht wäre, sondern immer, wenn Feedback etwas bewegen kann. Die anderen Coaches haben den Fehler nicht als erwähnenswert angesehen, es war also kein gutes Coaching von ihnen, da der Spieler dachte, er hätte alles richtig gemacht bis Thomas ihn auf den Fehler hinwies.
Es ist aber genauso wichtig auch in vermeintlichen schlechten Situationen Ihren Mitarbeitern mitzuteilen, was trotz eines Misserfolgs gut gelaufen ist. An dieser Stelle kann Feedback auch eine motivierende Wirkung haben.

Bewegen Sie Ihre Mitarbeiter dazu, an sich selbst zu arbeiten, sich zu verbessern und bewegen Sie sie dazu, über sich hinauszuwachsen. Kennen Sie Ihre Aufgabe, und sehen Sie sich als eine Art Coach. Das bringt nicht nur Sie und Ihre Mitarbeiter weiter, sondern auch Ihr Unternehmen. Das ist gute Führung.

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