Ihre Aufgaben als Menschenführer [Bonus]

Ihre Aufgaben als Menschenführer [Bonus]

In den vorangegangenen Blogposts über den Kreislauf der Menschenführung haben wir die drei Phasen Kennen, Entwickeln und Fordern zusammen betrachtet. Aber zu keinem Zeitpunkt ging es um die Motivation der Mitarbeiter… wurde sie etwa vergessen?

Wo bleibt da die Motivation?

Diese Frage wird nun einige Leser/innen ergreifen, denn im ganzen Kreislauf wird scheinbar nirgendwo auf die Motivation der Mitarbeiter/innen eingegangen. Es wird nirgendwo ausdrücklich darauf eingegangen, wie man sie mehr motivieren kann und welche Auslöser eine höhere Motivation bewirken. Das ist vollkommen richtig, sie wird nicht explizit genannt und das hat folgenden Hintergrund.

Die eigenen Teammitglieder müssen eine intrinsische Motivation mitbringen, das ist kein Geheimnis. Wenn ein Mensch ein bestimmtes Unternehmen von sich aus nicht mag oder für ein Team nicht arbeiten möchte, so wird es schwer (bis unmöglich) sein, diesen Menschen irgendwann zu motivieren. Wir setzen also voraus, dass Ihre Teammitglieder diese Grundlage mitbringen und eigentlich motiviert sind in Ihrem Team zu arbeiten.

Befassen wir uns nun mit dem „eigentlich“ aus dem letzten Satz. Dies soll verdeutlichen, dass die intrinsische Motivation nur einer von zwei Bausteinen ist. Sie müssen die Grundlage Ihrer Mitarbeiter, die mitgebrachte Motivation, kennen und sicher sein, dass sie zu Ihrem Unternehmen passt. Anschließend müssen Sie diese Grundlage mit den richtigen Reizen entwickeln und schließlich fordernde neue Meilensteine setzen. Woran erinnert Sie das?

An dieser Stelle schließt sich der Kreis und wir stellen fest, dass Motivation nicht explizit im Kreislauf der Menschenführung vorkommt, weil sie implizit in jeder Phase aufgebaut wird. Wenn Sie in der ersten Phase Ihre Mitarbeiter/innen richtig kennenlernen, werden Sie die intrinsische Motivation erkennen und wissen, ob diese Menschen zu Ihnen ins Team passen. Außerdem werden Sie erkennen, welche Auslöser Sie in der zweiten Phase einsetzen können, um die Motivation weiter zu steigern, denn Sie entwickeln nicht nur den Menschen, sondern ganz automatisch auch seine Begeisterung für seine Tätigkeit. Zum Schluss nutzen Sie die Motivation und fordern sie heraus. Das ist wie bei Leistungssportlern, die sich an immer höheren Zielen motivieren.

Sie sehen also, Sie brauchen Motivation nicht als eine separate Aufgabe zu betrachten. Es wäre sogar seltsam und wirkt befremdlich zu meinen, dass ein Mensch sich für etwas begeistern kann (motiviert ist), wenn man nur punktuell versucht auf seine Begeisterung einzuwirken. Wir wissen, dass viele Elemente zusammenkommen müssen, damit wir wirklich dieses großartige und treibende Gefühl verspüren.

Betrachten Sie Ihre Teammitglieder ganzheitlich und wenden Sie langfristige Maßnahmen an, um sie wirklich zu begeistern.

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