Komplettes Team in nur 10 Tagen

Als COO von Clang Music habe ich einige außergewöhnliche Erfahrungen gemacht. Eine besonders lehrreiche Phase war die Zeit von April bis August 2017. In dieser Zeit erhielt Clang die großartige Chance einen Testlauf für einen führenden Creative Accelerator in Berlin mitzumachen. Die Einladung kam sehr plötzlich und auf einmal hatte Clang ein Office im Herzen Berlins. Um diese Chance nicht verstreichen zu lassen, beschlossen wir das Team innerhalb von zehn Tagen zu verdreifachen.

Warum wir ein Team brauchten

Der Bedarf nach mehr Mitarbeitern war nicht neu. Das erste Produkt von Clang war bereits vor Monaten online gegangen: eine wunderschöne Weltkarte mit Indiekünstlerin, die ihre Musik selbst hochgeladen haben. Dies ist ein großartiges Tool für Musikliebhaber, die neue Musik entdecken wollen. Aber unsere Community war schwach. Uns fehlten die Fähigkeiten und die Ressourcen, um eine große Social Media Kampagne auszuführen. Jetzt kam hinzu, dass wir kurz davor waren unser zweites Produkt zu starten: die Clang Discovery App. Es war also der richtige Moment das Team auszuweiten und intensiv an der Fertigstellung der App und am Aufbau der Community zu arbeiten. Am Ende dieser Monate wollten wir ein Funding bekommen und mit diesem Ziel vor Augen eröffneten wir das Recruiting.

Kein Geld, keine Zeit, aber die Richtigen gefunden

Aus betriebswirtschaftlicher Sicht sprach alles gegen unser Vorhaben. Die Clang Music GmbH hatte nicht das Geld neue Mitarbeiter/innen einzustellen. Auf der anderen Seite hatten wir auch nicht die Zeit, um lange nach den richtigen Personen zu suchen und jene zu finden, die bereit waren drei Monate lang als Praktikanten den Sprung zu wagen. Deshalb mussten wir den Einstellungsprozess so schlank wie möglich machen und alle unnötigen Schleifen sofort rausschneiden. Wir haben die Personalgewinnung distilliert und nur die Schritte ausgeführt, die wirklich notwendig waren.

Unsere Jobanzeigen waren so ehrlich und direkt wie möglich. Wir haben Poster an den Universitäten in Berlin aufgeklebt, die unsere Lage genau so schilderten, wie sie war: viel Arbeit, keine Bezahlung, dynamisches Team, viele Herausforderungen. Schonungslos kommunizierten wir auch in unseren Online-Job-Anzeigen und in Facebookgruppen. Wir wollten, dass die Bewerber/innen genau wussten, worauf sie sich einlassen. Anstatt also möglichen Bewerbern alles schmackhaft zu machen und Enttäuschung vorzuprogrammieren, sprachen wir direkt nur diejenigen Menschen an, die bereit waren das Risiko einzugehen. Und natürlich war die Aussicht bei Erfolg sehr motivierend: Bei einem erfolgten Funding würden alle Teammitglieder übernommen werden und genau damit Geld verdienen, worauf sie wirklich Lust haben.

Es stimmt, wir haben keinen viralen Hit gelandet, aber wir hatten Bewerber/innen… und es waren die Richtigen!

Sie wollen auch die richtigen Bewerber/innen?

Die richtigen Bewerber/innen anzusprechen und anzuziehen ist nicht selbstverständlich. Die Methode, die wir bei Clang verwendet haben, ist nicht immer übertragbar und sollte nicht leichtfertig kopiert werden. Besonders wichtig ist es, dass ihr herausfindet, welche Menschen ihr anziehen wollt und wohin die Reise gehen soll. Dabei möchte ich euch gerne helfen. Schreibt mir einfach an frage@puregamestrategy.com oder über das Formular und ich schenke euch 30 Minuten meiner Zeit, um eurer Recruitment voranzubringen.

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